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Zusatzqualifikation für Sondenentwöhnungen in Graz

Zusatzqualifikation für Sondenentwöhnungen in Graz

Von Beatrice Igel

Nach etlichen Fortbildungen zum Thema Ess- und Fütterstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter habe ich im Oktober 2012 meine theoretischen und praktischen Kenntnisse, insbesondere im Bereich der Sondendependenz/Sondenentwöhnung an der medizinischen Universität Graz erweitert und mein Spezialgebiet vertieft.

3 Wochen lang hatte ich die Möglichkeit bei Frau Prof. Dr. med. M. Dunitz-Scheer und ihrem Team in der Kinderklinik Graz mit zu arbeiten, zu lernen und viele neue Eindrücke und Anregungen zu bekommen. Das Team um Fr. Prof. Dr. med. M. Dunitz-Scheer, der Abteilung Psychosomatik & Psychotherapie der Grazer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, hat seinen Schwerpunkt seit 20 Jahren auf das Gebiet der Essstörungen im Allgemeinen und im Spezifischen der frühen Ess- und Fütterungsstörungen gelegt.

Vor allem das so genannte Grazer Modell - ein spezielles medizinisch-therapeutisches Konzept zur Sondenentwöhnung - ist weltbekannt. Allein während meines Aufenthaltes traf ich Patienten aus Österreich, Deutschland, USA, Kroatien, Italien und Neuseeland.

3 Wochen voller Spannung, Informationen und Erkenntnissen…

Gemeinsam mit den zu behandelnden Kindern reiste ich am Samstag, 30. 09. 2012 in Graz an.
Während der gesamten Zeit bekam ich die Möglichkeit bei vielen Erst- oder Beratungsgesprächen/ Untersuchungen und diversen Therapien dabei zu sein und war somit stets in direktem Kontakt mit den Kindern und deren Eltern.
Schon nach wenigen Tagen bekam ich eigene Aufgaben übertragen und dufte mich aktiv in das Geschehen einbringen. Interdisziplinäre Besprechungen, Visiten auf Station und die Begleitung/Beratung der Kinder und Eltern gehörten zu meiner täglichen Arbeit.

Während dieser Zeit konnte ich den genauen medizinischen und therapeutischen Verlauf und das Vorgehen im Grazer Modell bis zur eigentlichen Sondenentwöhnung verfolgen und dadurch jeden Schritt und jede Entscheidung, die getroffen wurde miterleben – eine wahnsinnig spannende Zeit für mich, gefüllt mit Hoffnung, Freude, Enttäuschung, Motivation, Begeisterung und Spannung.

Am Samstag, den 20.10.2012 hieß es dann für mich und einige – nun sondenentwöhnte Kinder – wieder Abschied nehmen.

Für meine Arbeit in der Praxis war diese Fortbildung eine große Bereicherung und ich freue mich sehr, dass ich bei Frau Prof. Dr. med. M. Dunitz-Scheer, ihrem Mann und dem Team der Kinderklinik lernen und meine Zusatzqualfikation dort absolvieren durfte.

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